Tipps und Tricks am Kickertisch

Sehr ungeübte Spieler lassen sich leicht daran erkennen, dass sie den Ball weder stoppen noch passen, sondern direkt aus dem Lauf heraus zum Torschuss streben. Sie erzielen auf diese Weise durchaus einige Treffer, haben aber kaum eine Chance, gegen einen geübten Spieler einen Sieg zu erringen. Um die Gewinnaussichten beim Tischfußball zu verbessern, ist Training nötig. Wer regelmäßig mit dem gleichen Spielpartner auftritt, verbessert dabei neben dem eigenen Spiel auch das Zusammenwirken mit diesem. Gelegentlich wird vorgeschlagen, einen Linkshänder im Team mit der Bedienung der Abwehrreihe und des Torhüters zu betreuen. Dieser Gedanke ist nicht abwegig, sie kann aber nicht zur Anwendung kommen, wenn ein Wechsel der Position innerhalb des Teams während des Spiels vereinbart wurde.

Da am Kickertisch immer beide Hände eingesetzt werden, haben Beidhänder und Menschen mit schwach ausgeprägter Händigkeit einen klaren Vorteil gegenüber ausgeprägten Rechts- oder Linkshändern. Dieser Vorteil kann aber durch ein gezieltes Training der schwächeren Hand weitgehend ausgeglichen werden. Dieses Training muss nicht alleine am Tisch Kicker erfolgen; wirksam ist jede bewusste Verwendung der schwächeren Hand in Situationen, in welchen normalerweise die dominante Hand verwendet wird.

Das Einüben bestimmter Techniken im Training ist für ein erfolgreiches Spielen beim Kickern unumgänglich. Eine Grundübung ist das als "Soccern" bezeichnete Einklemmen des Balles vor dessen kontrolliertem Weiterspiel. Zwei der häufigsten Folgespielzüge sind der Pin-Shot und der Pull-Shot.

Beim Pin-Shot wird der Ball zunächst mit der mittleren Puppe der 3-er Reihe eingeklemmt und anschließend sehr schnell zur Seite gezogen. Abgeschlossen wird dieser Spielzug üblicherweise mit einem Torschuss. Durch die Seitenbewegung wird die Abwehrreihe des Gegners ausgespielt, sodass dieser den Ball nur noch mit dem Torwart abfangen kann. Je schneller die Schussbewegung erfolgt, desto unwahrscheinlicher ist die rechtzeitige und erfolgreiche Reaktion des Torhüters. Für die verteidigende Mannschaft bietet sich die ausschließliche Konzentration auf den Torwart und der Verzicht auf den Versuch, den Torschuss mit der Verteidigerreiche abzuwehren, als Gegenmaßnahme bei dieser Angriffstaktik an.

Beim Pull Shot erfolgt der Schuss aus dem Handgelenk, wobei er durch das Ziehen oder Anschieben der Puppe in eine Richtung beschleunigt wird. Sehr beliebt sind Bandenschüsse, welche bevorzugt mit der 2-er Abwehrreihe und dem Ziel des Torerfolges durchgeführt werden. Derartige Schüsse lassen sich gut ohne Gegner üben, um ein Gefühl für das richtige Anschneiden des Balles zu gewinnen. Bei diesem Spielzug legt der Ball einen relativ langen Weg zwischen Torschuss und Tor zurück, sodass der Gegner die Möglichkeit hat, ihn abzufangen. Das Abwehren eines Bandenschusses erfordert eine gute Ballbeobachtung, die sich beim Training des Defensiverhaltens einüben lässt.

Seltener bei Turnieren, dafür aber recht häufig im privaten Bereich und in Gaststätten, wird der Abquetscher gespielt. Bei diesem Spielzug wird der Ball mt dem Fuß der Puppe bei einer zeitgleich ausgeführten seitlichen Bewegung nach vorne gespielt, die seitliche Bewegung führt zu einem Effet, der einer Bananenflanke beim Feldfußball ähnelt.

Als "Snake" oder "Jet" wird eine Schusstechnik am Kickertisch bezeichnet, bei welcher der Spieler den Ball vorne einklemmt und dann durch eine schnelle Bewegung zur Seite an eine ungedeckte Position verbringt. Nun schießt der Spieler nicht direkt, sondern unternimmt einen Überschlag mit der Figur. Zu beachten ist hierbei, dass die Turnierspielregeln einen 360 Grad Überschlag verbieten; privat und in der Kneipe kann dieser je nach Absprache zwischen den Spielteilnehmern allerdings erlaubt sein. Diese Spielweise führt zwar durchaus zum Erfolg, gilt aber vielen Spielern als ein ebenso schlechter Spielstil wie Torschüsse mit der 5-er Reihe.
Da Torschüsse von der 5-er Reihe oft als verpönt gelten, aber nach den Turnierspielregeln ausdrücklich gestattet sind, bietet sich der Verzicht auf diese während der längsten Phase des Spieles an. Wenn dann der Matchball auf diese Weise verwandelt wird, ist der Gegner in den meisten Fällen überrascht.

Der entscheidende Pass bei den meisten Turnieren ist der Pass von der 5-er auf die 3-er Reihe. Dabei wird der Ball üblicherweise angeschnitten, damit er von der gegnerischen 5-er Reihe nicht erfolgreich abgefangen werden kann.
Als Hilfsmittel, um die Gleitfähigkeit der Stangen zu erhalten, bietet sich die Verwendung von Möbelpolitur oder Silikonöl an.
Der störende Handschweiß lässt sich mit Magnesiumoxid beseitigen. Um das Abrutschen der Hände von den Griffen zu vermeiden, kommen häufig Griffbänder zum Einsatz. Viele Spieler tragen Handschuhe. Diese führen zu einer verbesserten Grifffestigkeit, reduzieren aber das Fingergefühl, sodass jeder Spieler für sich entscheiden muss, welches der beiden möglichen Ziele für seine Spielweise vorrangig ist.

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