Tischfussball- Verbände

In den meisten Ländern existieren Verbände, welche sowohl für die Durchführung offizieller Turniere verantwortlich sind als auch die Anerkennung des Tischfußballs als Sportart fördern.

Der Weltverband trägt den Namen ITSF (International Table Soccer Federation). Sein wichtigstes Langzeitziel ist die Integration des Tischfußballs in die Olympischen Spiele, deren Erfolg bislang aber noch nicht absehbar ist. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Vergleichbarkeit von Spielergebnissen, wozu der Einfluss des jeweiligen Kickertisches auf den Spielverlauf neutralisiert werden muss. Alle für internationale Turniere zugelassenen Tische müssen vergleichbar sein, gegenwärtig verfügen fünf Tische über die unbeschränkte Anerkennung durch den ITSF.

In Deutschland existieren zwei Verbände, der DTFB (Deutscher Tischfußball-Bund) als Dachverband der einzelnen Landesverbände und der P4P e.V. (Players for Players e.V.), die beide Turnierserien veranstalten. Dabei ist der DTFB der offiziellere Verband, der auch die Bundesligen betreibt. Der Weg in die 1. Bundesliga kann sehr schnell beschritten werden, sofern die erforderlichen sportlichen Erfolge beschritten werden. Die Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga kann in einem Qualifikationsturnier erworben werden; bei entsprechendem sportlichem Erfolg erfolgt dann möglicherweise direkt der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Die Tischfußball Bundesliga wird seit dem Jahr 1978 gespielt.

Viele Vereine entscheiden sich auf Grund der hohen Kosten, die vor allem bei den erforderlichen Fahrten zu den Auswärtsspielen anfallen, für einen Verbleib in den Ligen des jeweiligen Landesverbandes. Bei Ligaspielen werden jeweils mehrere Doppel und üblicherweise die doppelte Menge an Einzeln gespielt; in der Landesliga Bayerns handelt es sich um acht Doppel und sechzehn
Einzel je Spiel.

Am erfolgreichsten in der Tischfußball Bundesliga ist das Saarland, welches zur Zeit sechs von fünfzehn Erstliga Mannschaften stellt. Der P4P e.V veranstaltet hingegen eine jährliche Turnierserie, bei welcher hohe Preisgelder ausgespielt werden. Hierbei werden Topspieler aus aller Welt angezogen, die aber durchaus auch auf Neulinge und weniger erfahrene Spieler treffen können. Die Teilnahme an Turnieren eines der beiden in Deutschland tätigen Verbänden schließt die Mitwirkung an Veranstaltungen des anderen Verbandes nicht aus.

Bei offiziellen Turnieren wird getrennt nach Frauen und Männern gewertet, gelegentlich führen die Veranstalter einen zusätzlichen Mixed Wettbewerb durch. Bei den letzten Weltmeisterschaften, die im französischen Nantes gespielt wurden, gewannen die deutschen Frauen den Titel, während das Männerteam sich mit dem fünften Platz zufrieden geben musste. Weltmeister wurde dort Österreich.

Neu bei der Weltmeisterschaft war der Einsatz von Rollstuhlfahrern, die an speziell für ihren Bedürfnisse umgebauten Tischen spielten, sowie die teilweise Übertragung der Veranstaltung im Fernsehen durch den frei empfangbaren Sender Eurosport.  Auffällig ist, dass so gut wie kein im Feldfußball tätiger Club eine Tischfußball Abteilung unterhält. In einem Beitrag im Morgenmagazin von ARD und ZDF im Januar 2009 wurde von einem Mitglied des Trainer- und Betreuungsstabes des Vereines TSG 1899 Hoffenheim aus der Fußball Bundesliga immerhin erwähnt, dass die Spieler auch unter Kamerabeobachtung am  Kickertisch gespielt hatten und aus ihrem dabei gezeigten Verhalten Rückschlüsse auf die Fähigkeit zu Reaktionen und zum Teamverhalten möglich sind. Bei Fußballmannschaften unterer Klassen gehört das Spielen am Kickertisch häufig zum gemeinsamen Freizeitprogramm.

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